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FAQ zum Thema Haartransplantation

Trotz guter Aufklärung und umfassenden Informationen – zum Beispiel im Internet – bestehen bei vielen Interessenten Fragen zum Thema Haarverpflanzung bzw. Haartransplantation. Wer sich keine ellenlange Texte dazu zu Gemüte führen möchte, ist mit den nachfolgenden FAQ („Frequently Asked Questions“) gut beraten. Hier werden alle wichtigen Fragen rund um das genannte Thema kurz, aber präzise beantwortet.

Für wen kommt eine Haartransplantation bzw. Haarverpflanzung infrage?

Grundsätzlich für jeden, der unter seinem Haarausfall leidet und keine anderweitige Möglichkeit sieht, diesen zu bekämpfen. Man sollte also – idealerweise mithilfe eines Experten – zunächst den Ursachen für den Haarausfall auf den Grund gehen, bevor eine Transplantation in Betracht gezogen werden kann. Ergibt sich der Haarausfall beispielsweise aus psychischen Ursachen wie Stress, Depressionen etc., ist die Haartransplantation kein probates Mittel zur Lösung.

Gibt es Voraussetzungen, bei denen eine Haartransplantation nicht helfen kann?

Ja, zum Beispiel bei starkem Haarausfall aufgrund von Vergiftungen oder der Einnahme von Medikamenten. In diesem Fall macht es wenig Sinn, Haare aus anderen Bereichen zu entnehmen und an kahle Stellen zu pflanzen, da die Haare bei den genannten Ursachen in der Regel nicht räumlich beschränkt, sondern am ganzen Körper ausfallen. Die aufwendig verpflanzten Haare könnten somit ebenfalls schon nach kurzer Zeit Opfer des Ausfalls werden.

Was ist der Unterschied zwischen Haarverpflanzung und Haartransplantation?

Diese Begriffe werden heute oftmals in einem Zug genannt, sie bezeichnen aber ursprünglich verschiedene Methoden bzw. Techniken beim Wiederauffüllen von Haaren. Bei der Haartransplantation werden in der Regel ganze Hautareale (Hautstreifen) mitsamt den darin befindlichen Haaren entnommen und an anderer Stelle wieder eingesetzt. Die Haarverpflanzung dagegen kann auch einzelne Haare bzw. Haarfollikel, bestehend aus 1-4 Haaren, beinhalten.

Was kostet eine Haartransplantation?

Die Kosten für eine Haartransplantation richten sich grundsätzlich nach dem zeitlichen Aufwand. Dieser wiederum ergibt sich durch die Anzahl der zu verpflanzenden Areale. Je feiner diese sind, desto größer ist die zu verpflanzende Menge und desto höher wird im Endeffekt auch der Preis ausfallen. Die Preise beginnen bei renommierten Anbietern bei rund 2.000 Euro, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Eine großflächige Haartransplantation kann 10.000 Euro und mehr kosten.

Welche Risiken bestehen bei einer Haartransplantation?

Wie bei jedem Eingriff in den menschlichen Körper bestehen auch bei einer Haartransplantation gewisse Risiken. Da sind zunächst einmal die üblichen Operationsrisiken wie Narkoseunverträglichkeit, Hygienemängel etc. Hinzu kommen dann noch spezifische Risiken einer Haartransplantation. So kommt es bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten vor, dass bei der Entnahme von Hautstreifen Haarwurzeln verletzt werden, die dann nach dem Einpflanzen keine Haare mehr produzieren. Außerdem besteht bei nicht fachgerechtem Verpflanzen (wenn z. B. die Wuchsrichtung der Haare nicht beachtet wird) die Gefahr des Büschel-Effekts, bei dem sich die Haare ungleichmäßig verteilen und somit eine unnatürliche Optik entsteht.

Wachsen die eingesetzten Haare ganz normal weiter?

Wenn die Transplantation fachmännisch durchgeführt wird, ergibt sich beim Haarwuchs an den transplantierten Stellen kein Unterschied zum natürlichen Haarwuchs. Die versetzen Haare nehmen ihre genetischen Informationen mit an den neuen Platz und wachsen dort ganz normal weiter. Lediglich bei beschädigten Haarwurzeln oder einer unfachmännischen Transplantation, bei der die versetzten Haarteile nicht korrekt anwachsen, besteht das Risiko eines Nichtwachsens.

Was sollte nach einer Behandlung beachtet werden?

Im Grunde genommen ist die Haartransplantation kein großer Eingriff. Meist wird sie unter örtlicher Betäubung durchgeführt und der Patient kann danach selbst wieder nach Hause fahren. Auch das Arbeiten bereits am nächsten Tag sollte kein Problem sein. Es muss lediglich darauf geachtet werden, keine anstrengen sportlichen Aktivitäten, keine Saunabesuche oder andere Dinge zu unternehmen, die eine Strapaze für Haut und Haar darstellen könnten. Auch Kopfbedeckungen sollten zunächst nicht getragen werden, damit die behandelten Stellen optimal verheilen können.

Wie viel wächst das neue Haar im Monat?

Wie jedes normale Haar wächst auch das transplantierte Haar um etwa einen Zentimeter pro Monat. Somit ist davon auszugehen, dass der neue Haarbewuchs nach etwa drei Monaten an den transplantierten Stellen sichtbar wird. Damit in der Übergangszeit keine deutlichen Unterschiede zu erkennen sind, können die transplantierten Stellen zunächst mit dem vorhandenen Haar benachbarter Areale überdeckt werden.

Können auch in anderen Körperregionen Haare transplantiert werden?

Neben der Transplantation von Kopfhaar, welche den weitaus größten Teil aller derartigen Eingriffe darstellt, können auch Barthaare, Brusthaare, Achselhaare und Schamhaare transplantiert werden. Dies macht beispielsweise Sinn bei Unfallopfern bzw. Menschen mit Verbrennungen, denen damit ihr ursprüngliches Aussehen (oder zumindest ein teil davon) zurückgegeben werden kann.


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